2. Runde
Spieltag, 15.11.2025, 16.00 Uhr
SV Niederau vs. BSV Limbach-Oberfrohna 24 : 29 (HZ: 9:15)
Der BSV Limbach zieht nach einem kämpferischen und intensiven Auswärtsspiel in das Viertelfinale des Pokals ein. Schon vor der Partie war klar, dass der SV Niederau ein Gegner auf hohem Niveau ist – die Eindrücke aus der Vorbereitung hatten sich bestätigt. Niederau zeigte über die gesamte Spieldauer eine starke Vorstellung und verlangte dem BSV alles ab.
Limbach erwischte den besseren Start und setzte sich zur Halbzeit auf 15:9 ab. Trotzdem war das Spiel deutlich weniger souverän, als das Ergebnis vermuten lässt. Viele technische Fehler und eine schwache Chancenverwertung verhinderten, dass der BSV frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen konnte.
Entscheidender Spieler des Tages war Torhüter Martin Rottluff. Mit zahlreichen Paraden, besonders in der ersten Halbzeit, hielt er seine Mannschaft im Spiel und verhinderte, dass Niederau in Führung gehen konnte. Seine Leistung war ein wesentlicher Faktor dafür, dass der BSV einen Auswärtssieg mitnehmen konnte.
In der zweiten Hälfte kämpften sich die Gastgeber mehrfach heran, aber der BSV brachte den 29:24-Erfolg konzentriert über die Zeit und sicherte sich das Weiterkommen.
Trainerstimme – Willi Kühn:
„Das war das erwartete schwere Spiel. Wir müssen uns bei Martin Rottluff bedanken, der uns in vielen Situationen am Leben gehalten hat. Die Mannschaft weiß, dass das nicht die Leistung war, die unserem Anspruch entspricht. Wir müssen weiter hart arbeiten, um das auf die Platte zu bringen, wozu wir fähig sind.“
Ausblick:
Am Samstag, 22.11.2025, um 18:45 Uhr empfängt der BSV Limbach-Oberfrohna in der Großsporthalle den Zwönitzer HSV 1928. Die Mannschaft will dort wieder ein anderes Gesicht zeigen.
Dank an unsere Fans:
Vielen Dank an alle mitgereisten Fans für die Unterstützung in Niederau. Wir freuen uns auf eure Unterstützung beim Heimspiel.
Spielbericht der Gastgeber:
Nachdem sich der SVN nach gefühlten 37 Jahren wieder in den sagenumwobenen Landskron-Pokal geworfen hatte – und in Runde 1 direkt den Stadtnachbarn aus Leipzig zu Boden rang – wartete nun die nächste Aufgabe: Niemand Geringeres als der ungeschlagene Tabellenprimus der Sachsenliga, der BSV Limbach-Oberfrohna. Kurz gesagt: Wenn schon Pokal, dann richtig.
Die Gäste eine Liga höher, mit Kaderbreite, Wurfgewalt und Defensivwand – aber Niederau hatte dafür nichts zu verlieren. Und manchmal ist das der größere Vorteil. Die volle BZ-Halle war bereit. Die Fans auch. Und Niederau sowieso – zumindest emotional.
Der Start war munter. Zwar eröffnete Limbach direkt mit einem 7-Meter-Tor durch Habarta (00:48) , aber Niederau antwortete im Gegenzug durch Justus Ilschner (01:36) – das 1:1, und der SVN war im Spiel. Bis zur 17. Minute entwickelte sich ein munteres Hin und Her. Ritter vom Punkt eiskalt wie ein sibirischer Eisladen (4/4 verwertet!) brachte Niederau immer wieder ran.
Beim 9:9 (17:53) kochte die Halle: „Warum nicht? Heute geht was!“
Doch dann zeigte Limbach-Oberfrohna, warum sie ungeschlagener Tabellenführer sind:
-Über die Halbposition kamen sie im Minutentakt durch,
-die Niederauer Torhüter bekamen kaum eine Hand an den Ball,
-Limbach nutzte nahezu jede Lücke – und davon gab es ein paar zu viele.
Zwischen der 18. und 30. Minute legten die Gäste einen 6:0-Lauf hin, während Niederau zwei Zeitstrafen kassierte (Ilschner und Kirste) .
Halbzeit: 9:15. Nicht schön, aber ehrlich.
Doch wer den SV Niederau kennt, weiß: Wir können ein Spiel verlieren – aber nicht ohne Drama!
Kevin Hein im Tor schraubte die Rollläden runter, die Abwehr stellte sich endlich ordentlich zusammen und vorne packte Lucas Blanck seinen persönlichen „Ich hau jetzt alles rein“-Modus aus (5 Treffer) .
Tor um Tor robbte sich Niederau heran:
- 17:20 (39.)
- 20:22 (48.)
- 21:23 in der 49. Minute – die Halle stand Kopf!
Kurz hatte man das Gefühl, der Pokalabend könnte eine dieser „Weißt du noch?“-Geschichten werden. Doch Limbach drückte noch einmal aufs Gaspedal. Besonders Härtig (7 Tore), Hasselbusch und Habarta (je 5) machten in der Schlussphase klar, warum der BSV zurzeit in einer eigenen Liga unterwegs ist .
Niederau kämpfte, rackerte und traf am Ende nochmal per 7-Meter durch Ritter zum 24:29-Endstand.
Fazit: Niederau verliert – aber gewinnt Herz, Respekt und Applaus
Ja, Limbach hat verdient gewonnen.
Ja, die waren eine Nummer zu groß.
Aber:
Der SV Niederau hat ein bärenstarkes Spiel gemacht.
Geschlossene Teamleistung, Kampf bis zur letzten Sekunde, Stimmung top – und Fans, die die Halle in ein Tollhaus verwandelten.
Die Limbacher Fans zeigten ebenfalls, wie Pokalatmosphäre geht – gemeinsam ein echtes Highlight für die Handballregion.
Ausblick
Ein Spiel, das Mut macht.
Ein Spiel, das zeigt: Niederau kann mithalten.
Ein Spiel, das Lust auf mehr macht.
Jetzt heißt es: Weiter trainieren, in der Verbandsliga Gas geben – und vielleicht im nächsten Pokaljahr für die nächste Überraschung sorgen.
Spielprotokoll: